Adh-Dhahabi über die kleine Sünde der Grabesanbetung

Muhammad Ibn Ahmad Adh-Dhahabi schreibt:
أَلَا تَـرَى الـصَّـحَـابَـةَ مِـنْ فَــرْطِ حُـبِّـهِـمْ لِـلـنَّـبِـيِّ صَـلَّـى الـلَّـهُ عَـلَـيْـهِ وَسَـلَّـمَ قَـالُـوا أَلَا نَـسْـجُـدُ لَـكَ فَـقَـالَ لَا فَـلَـوْ أَذِنَ لَـهُـمْ لَـسَـجَـدُوا لَـهُ سُـجُـودَ إِجْـلَالٍ وَتَـوْقِـيـرٍ لَا سُـجُـودَ عِـبَـادَةٍ كَـمَـا قَـدْ سَـجَـدَ إِخْـوَةُ يُـوسُـفَ عَـلَـيْـهِ الـسَّـلَامُ لِـيُـوسُـفَ وَكَـذَلِـكَ الْـقَـوْلُ فِـي سُـجُـودِ الْـمُـسْـلِـمِ لِـقَـبَـرِ الـنَّـبِـيِّ صَـلَّـى الـلَّـهُ عَـلَـيْـهِ وَسَـلَّـمَ عَـلَـى سَـبِـيـلِ الـتَّـعْـظِـيـمِ وَالـتَّـبْـجِــيـلِ لَا يُـكَـفَّـرُ بِـهِ أَصْـلًا بَـلْ يَـكُـونُ عَـاصِـيًـا فَـلْـيَـعْـرِفْ أَنَّ هَـذَا مَـنْـهِـيٌّ عَـنْـهُ وَكَـذَلِـكَ الـصَّـلَاةُ إِلَـى الْـقَـبْـرِ
„Siehst du nicht, wie die Gefährten aus lauter Liebe zum Propheten (s.) sprachen: ﴾Werfen wir uns nicht vor dir nieder?﴿ Worauf er sprach: ﴾Nein.﴿ Hätte er es ihnen allerdings gestattet, dann hätten sie sich vor ihm niedergeworfen. Eine Niederwerfung aus Hochachtung und Verehrung. Nicht eine Niederwerfung aus Anbetung. Genauso wie sich die Brüder von Josef vor Josef niederwarfen (12:100) und die selbe Aussage gilt für einen Muslim, der sich aus Hochachtung und Verehrung zum Grab des Propheten (s.) niederwirft. Er wird grundsätzlich nicht zu einem Ungläubigen (Kafir) erklärt, sondern er wäre ein Sünder. So soll er wissen, dass ihm das untersagt ist und genauso das Gebet zum Grab.” [Mu’jam-ush-Shuyukh, Seite 56]

Kommentar:
Die Niederwerfung zu Gräbern ist demnach kein Götzendienst (Shirk), wenn die Absicht (Niyah) die Wertschätzung und nicht die Anbetung der Person ist.

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