Ibn Majah gründet die iranische Republik und wird ihr Prophet

In einigen sozialen Netzwerken ist folgende Behauptung im Umlauf:
Hierbei handelt es sich um eine Verfälschung, in der die Aussage des sunnitischen Gelehrten Ibn Majah († 887) als Aussage des Propheten (s.) verkauft wird.
Im 51. Band von Bihar-ul-Anwar, Seite 85 – 87, steht:
٣٨ – كشف: ذكر الشيخ أبو عبد الله محمد بن يوسف بن محمد الشافعي في كتاب كفاية الطالب في مناقب علي بن أبي طالب وقال في أوله: إني جمعت هذا الكتاب وعريته من طرق الشيعة ليكون الاحتجاج به آكد فقال: في المهدي عليه السلام الباب الأول في ذكر خروجه في آخر الزمان [ … ] الباب الخامس في ذكر نصرة أهل المشرق للمهدي عليه السلام عن عبد الله بن الحارث بن جزء الزبيدي قال: قال رسول الله صلى الله عليه وآله: يخرج ناس من المشرق فيوطئون للمهدي يعني سلطانه هذا حديث حسن صحيح روته الثقات والاثبات أخرجه الحافظ أبو عبد الله بن ماجة القزويني في سننه
„38 – Kashf (ul-Ghummah): Der shafi’itische Gelehrte Abu Abdillah, Muhammad Ibn Yusuf Ibn Muhammad, führte im Buch Kifayat-ut-Talib Fi Manaqib Ali Ibn Abi Talib an und sagte zu Beginn davon: ﴾Ich stellte dieses Buch zusammen und hielt es frei von den Wegen der Schiiten, damit die Argumentation dadurch unabweisbarer wird.﴿ Hierauf sagte er: ﴾Über den Rechtgeleiteten (Mahdi). Das erste Kapitel: Über sein Hervortreten in der Endzeit [ … ] Das fünfte Kapitel: Über die Erwähnung der Unterstützung der Leute des Ostens für den Rechtgeleiteten. Von Abdullah Ibn Harith Ibn Jaz‘ Az-Zubaidi, der sagte: Gottes Gesandter (s.) sagte: »Menschen treten aus dem Osten hervor, worauf sie den Weg für den Rechtgeleiteten (Mahdi) bereiten.« Er meint seine Herrschaft. Dies ist ein guter Ausspruch (Hasan), gesund (Sahih). Ihn erzählten die Vertrauenswürdigen und Zuverlässigen. Hafiz Abu Abdillah Ibn Majah Al-Qazwíni brachte ihn in seinem Sunan heraus.﴿”
Die Aussage „er meint seine Herrschaft“ ist nicht der Wortlaut der Überlieferung, sondern eine Behauptung von Sunan Ibn Majah († 887). Diese Täuschung soll dem Zweck dienen, die iranische Republik als eine Prophezeiung darzustellen.
Muhammad Ibn Yazid Ibn Majah schreibt:
حدثنا حرملة بن يحيى المصري وإبراهيم بن سعيد الجوهري قالا حدثنا أبو صالح عبد الغفار بن داود الحراني حدثنا ابن لهيعة عن أبي زرعة عمرو بن جابر الحضرمي عن عبد الله بن الحارث بن جزء الزبيدي قال قال رسول الله صلى الله عليه وسلم: يخرج ناس من المشرق فيوطئون للمهدي يعني سلطانه
„Uns erzählten Harmalah Ibn Yahya Al-Misri und Ibrahim Ibn Sa’id Al-Jawhari, die sagten: Uns erzählte Abu Salih Abd-ul-Ghaffar Ibn Dawud Al-Harrani: Uns erzählte Ibn Lahi’ah, von Abu Zur’ah Amr Ibn Jabir Al-Hadrami, von Abdullah Ibn Harith Ibn Jaz‘ Az-Zubaidi, der sagte: Gottes Gesandter (s.) sagte: ﴾Menschen treten aus dem Osten hervor, worauf sie den Weg für den Rechtgeleiteten (Mahdi) bereiten.﴿ Er meint seine Herrschaft. [As-Sunan, Hadith 4088]
Traten Al-Kulaini und An-Nu’mani aus dem Osten hervor und bereiteten sie durch ihre Mühe und Arbeit dem Imam (a.) den Weg? Wäre es möglich, dass sich Ibn Majah irrte, der übrigens von keinem klassischen imamitischen Gelehrten als vertrauenswürdig (Thiqah) eingestuft wurde? Nehmen wir einmal an, dass Sunan Ibn Majah richtig geraten hat und sie die Herrschaft des Imams (a.) vorbereiten. Wer sagt, dass das bedeuten muss, eine iranische Republik zu gründen? Wer den Imam (a.) nicht wirklich als Autorität anerkennt und ihm falsche Führer und Vertreter beigesellt, den bringt alle Staatsgewalt der Welt nicht weiter [hier!].

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